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Ihre Briefe an DIAA


Name: xxxx
Email: xxx@xxx.de

Datum: XX. Monat 200X
Kommentar:
xxxxxxxxxx

Name: Christian Kölling
Email: info@neukoelling.de

Datum: 31. Juli 2005
Brief:
Veröffentlicht mit allen Links unter http://www.neukoelling.de/

Offener Brief an Klaus Staeck:
Die Zukunft der Arbeit ist die Arbeit der Zukunft -
Ratschläge statt Bekenntnisse!
Berlin, den 31.07.2005


Sehr geehrter Herr Klaus Staeck,

auf der aktuellen SPD-Homepage sind Sie als Unterstützer des Wahlkampfes der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands genannt. Ich beneide Sie um diese Aufgabe nicht. Und ich hoffe, dass Sie mir für diesen "offenen Brief" nicht nur rein polemische Absichten unterstellen.

Tatsächlich schlägt heute der SPD oft beißender Spott und reine Häme entgegen, wie z.B. im Spiegel-online Artikel vom 28.07.2005 unter dem Titel "Die Parallelwelt des Wolfgang Clement".

Ausgerechnet das Hamburger Reformmagazin schreibt über den Politiker, der für die administrative Umsetzung der "Mutter aller Reformen" (Hartz IV) hauptverantwortlich ist: "Der Mutmacher der Nation ist mit seiner Arbeit sehr zufrieden - besonders wenn er sie aus der Perspektive eines Marsmenschen betrachtet".

In einem Satz gesagt: Die SPD hat seit März 2003 ihre soziale Kompetenz verspielt, ohne im öffentlichen Urteil eine Wirtschaftskompetenz gewonnen zu haben!

Drastischer kann Versagen kaum sein. Wahlergebnisse, die so schlecht wie vor Godesberg sind, sollten ein deutliches Signal für jeden sein, der Ohren hat um zu hören.

Ihr satirisches Plakat zu den Bundestagswahlen von 1972: "Deutsche Arbeiter! - Die SPD will euch eure Villen im Tessin wegnehmen" hat in den 70er Jahren einiges dazu beigetragen, viele Menschen zu "politisieren" - wie man damals sagte.

Die Zeit hat sich gewandelt in den vergangenen 33 Jahren - es wäre völlig weltfremd etwas anderes zu erwarten. Die SPD hat den Arbeitern nicht ihre Villen im Tessin genommen, und so lange sie nicht arbeitslos werden, dürfen sie ihre Luxus-Häuschen behalten. Das Denken in den Kategorien des Klassenkampfes ist anachronistisch geworden, insoweit nicht länger zwischen "oben" und "unten" unterschieden wird. Heute werden "Florida-Rolf und Konsorten" an den medialen Pranger gestellt und dem öffentlichen Unmut ausgesetzt.

Wer nicht gleich als "Faulenzer" stigmatisiert, sondern als ordentlicher Arbeitssuchender anerkannt wird, kann sich auf grobe Späße einrichten. Sie sind vielleicht keine Absicht, aber wirken dennoch verletzend und sagen über das Bewußtsein ihrer Urheber einiges aus.

Die Wählerinitiative "Friends of Gerd" hat zum Beispiel auf ihrer aktuellen Website den Menüpunkt "Stellenangebote" eingerichtet.

Arbeitslose und Stellensuchende, die hier Angebote für Arbeitsstellen oder unbezahlte Praktikumsplätze erwarten -man ist ja bescheiden geworden, weil: man gönnt sich ja sonst nichts!- sehen sich allerdings getäuscht: "In ganz Deutschland suchen wir Menschen, die uns unterstützen möchten...", heißt es auf der Website freiheraus. Am Ende des als Stellenangebot verpackten Wahlhilfeaufrufes wird wie zum Lohn versichert: "Es macht Spaß bei und mit uns, die 'große Politik' zu erleben".

So werden Arbeitslose und Stellensuchende schlicht ver-äppelt.

Um es noch einmal zu betonen, ich habe nichts dagegen, wenn Prominente für die SPD Wahlwerbung machen. Ich hoffe und wünsche Ihnen, Herr Staeck, nur dass Sie die Möglichkeit haben, mit konstruktiven Ratschlägen statt mit ideologischen Bekenntnissen in die Diskussion einzugreifen, und dass Sie auch wissen, was Sie sagen wollen.

Notwendig wären kritische Gedanken gewiß, schrieb doch bereits Immanuel Kant in seiner kleinen Schrift von 1786 "Was heißt: sich im denken orientieren?" über die Freiheit zu denken, dass sie das einzige Kleinod sei "wodurch allein wider alle Übel dieses Zustandes noch Rat geschafft werden kann".

Mit freundlichen Grüßen und ein wenig gespannter Erwartung,


Christian Kölling

Elsenstr. 82
D-12059 Berlin
030 / 681 65 68
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